Archiv für die Kategorie ‘Greenpeace und Co’

“Unerwünschte Inhaltsstoffe”

Dienstag, 16. August 2011 von Stefan Rauschen

Der (Des)Informationsdienst Gentechnik, der hier bereits öfter wegen panischer Meldungen zitiert wurde, hält sich diesmal in seiner aktuellen Meldung sogar ein wenig zurück:

“Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erklärte Ende Juli zwei neue gentechnisch veränderte Sojabohnenpflanzen mit unbeabsichtigten Stoffwechselveränderungen für unbedenklich.”

Hervorhebung durch mich.

Zurück geht dies auf eine Pressemitteilung des Vereins TestBiotech e.V., der in seiner Überschrift von “unerwünschten Inhaltsstoffen” spricht:

“Bei Soja 356043 der Firma Dupont/Pioneer wurden zu hohe Gehalte an verschiedenen Fett- und Aminosäuren festgestellt, bei Soja MON87701 der Firma Monsanto hat sich durch den Eingriff in das Genom der Pflanzen der Vitamin-E-Gehalt in den Pflanzen verändert.”

Hervorhebungen durch mich.

Beschäftigt man sich nun etwas näher mit der Materie, und von einem ausgebildeten Dr. med. vet., einem “Experten” für Gentechnik,  und sogar drei Biologen (ein promovierter, zwei weitere) darf man sowas ja durchaus verlangen, stellt man fest, dass es irgendwie gar nicht so schlimm und eigentlich total Quatsch ist.

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Von “Seilschaften” und “Netzwerken”

Mittwoch, 29. Juni 2011 von Torben Hoffmeister

Es ist vielleicht wieder einmal Zeit für einen neuen Blog-Eintrag. Und da bietet sich eine Fortsetzung der Diskussion im transgen-Forum an:
Das von Gegnern der Gentechnik oft zitierte Wort der „Seilschaft“ gegenüber den Befürwortern hat seine ethisch-moralische Prägung nach dem Untergang der DDR erhalten und bezweckte eine abwertende Bezeichnung zum Nachwirken überlebter Machtstrukturen. Und diese dem Wort innewohnende Wertung möchte man sich bei Save Our Seeds, BUND und Co. zunutze machen. (weiterlesen…)

Fragen und ein Versuch, Antworten zu liefern

Mittwoch, 09. Februar 2011 von Stefan Rauschen

Dieser Blog fängt langsam an, Kommentare anzuziehen und dabei auch Diskussionen auszulösen. Das ist gut und richtig so. Und wenn von Kommentatoren vorgebracht wird, Wissenschaftler würden nicht auf Argumente der Gentechnik-Kritiker eingehen, dann verstehe ich das als Aufforderung, genau dieses zu tun. (weiterlesen…)

Die Diskussion um die Gentechnik…

Freitag, 04. Februar 2011 von Stefan Rauschen

…nimmt ja schon mal merkwürdige, weil fundamentale Züge an. Bislang ist in der Europäischen Union, und gerade bei uns in Deutschland, die Diskussion auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen konzentriert. Weil diese entweder der Umwelt, oder aber tierischer und menschlicher Gesundheit schaden, oder aber kleinbäuerliche Strukturen vernichten. Oder eine beliebige Kombination dieser angeblichen Folgen.

Andere Anwendungen der Gentechnik (z.B. Herstellung von Medikamenten, Lebensmittelzusatzstoffen, Enzymen) werden dabei aussen vor gelassen. Und natürlich auch die Anwendung gentechnischer Methoden in der Bildung.

Dies scheint sich jetzt, zumindest in Frankreich, zu ändern. Dort hat sich ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, der sich selbst unabhängig nennt, und nach einem Gerichtsurteil in Frankreich auch so genannt werden muss (obschon die Wissenschaftler Geld von Greenpeace und Co. erhalten; über dieses Urteil werde ich hier nochmal was schreiben), nun dagegen ausgesprochen, dass gentechnische Experimente in unteren Jahrgangsstufen an Schulen durchgeführt werden sollen.

Und das obwohl diese Experimente schon seit langem zum regulären Oberstufenstoff gehören. Einen sehr interessanten Kommentar hierzu, den ich vollends unterstütze, hat Lars Fischer bei spektrumdirekt geschrieben. Am Ende des Kommentars sind auch die Meldung bei naturenews und die Pressemitteilung von CRIIGEN selbst verlinkt.

Honi soit qui mal y pense!

“Gentechnikfreie” Gentechnikversuche?

Freitag, 21. Januar 2011 von Stefan Rauschen

Gibt es sowas? Kann es sowas geben?

Definitionsgemäß bei gentechnisch veränderten Pflanzen wohl schon. Und das habe ich in den letzten Jahren sogar selbst durchgeführt, ohne es zu merken.

Ein Erklärungsversuch:

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Die Zeit zwischen den Tagen…

Donnerstag, 30. Dezember 2010 von Stefan Rauschen

…ist besinnlich und etwas ruhiger. Ich habe Urlaub und komme jetzt also in Ruhe dazu, lange zu schlafen, ein Manuskript durchzugehen, Antragsunterlagen zu vervollständigen und zu korrigieren, sowie weitere Anträge zu konzipieren und zu schreiben. Zwar nicht so effektiv, wie es sein könnte, aber es ist halt auch Urlaub, und der dient der Entspannung.

Andere Menschen sind genauso umtriebig in dieser Zeit, wie ich (oder sogar  noch umtriebiger). Der (Des)Informationsdienst Gentechnik titelt heute “Wikileaks: Diplomaten-Hilfe bei Gentechnik-Einführung in die EU“. Dort schreiben die Kameraden:

“Wikileads-Enthüllungen zeigen, wie Gentechnikbefürworter versuchen, der Agro-Gentechnik in der EU zum Durchbruch zu verhelfen. US-Diplomaten empfahlen der amerikanischen Regierung beispielsweise, den Papst zu einer gentechnikfreundlichen Haltung zu bringen, um damit über eine Milliarde Anhänger der römisch-katholischen Kirche zu beeinflussen.”

Und weiter:

“In einem weiteren Wikileads-Dokument ist zu lesen, wie sich ein spanischer Agarpolitiker hilfesuchend an die US-Regierung wendet, weil sich innerhalb der EU letztes Jahr eine gegenüber der Gentechnik zunehmend kritische Stimmung breit machte. Monsanto-Mitarbeiter setzten sich dafür ein, dass Spanien nicht Frankreich und Deutschland folgt und den Gentechnik-Mais MON810 verbietet.”

Wie schrecklich, die bösen Monsantos und ihre Einflussnahme wieder. Immerhin kann man Wikileaks zu Gute halten, auch das mal wieder gezeigt zu haben: große Firmen betreiben Lobbying. Das weiss jeder und ist auch ganz verständlich und normal bei Firmen. Das dies aber auch Verbände und NGO tun, das stellen die Freunde vom (Des)Informationsdienst nicht gerne dar.

Und dass gerade Greenpeace und die Friends of the Earth an solchen politischen Spielchen beteiligt sind, und dabei ihre ureigenen Überzeugungen über Bord werfen, um ein Übel gegen das andere vermeintliche Übel auszuspielen, wird auch nicht verraten. Dabei zeigt Wikileaks auch das.

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